Die Gruppe

Reichlich 250 Jahre alt, grün-braun-blaue Augen mit einem Stich ins Gräuliche und einer Kindheit auf dem Dorf sowie in der Stadt – so oder ganz anders könnten wir uns zusammenfassend beschreiben.

Individuell gesehen wird alles noch viel spannender. Aktuell sind wir neun Menschen. Die ersten sind seit Anfang 2011 dabei. Wir nehmen die Herausforderung auf uns und werfen all unsere Macken und unglaublichen Potentiale in einen Topf, aus welchem wir regelmäßig die verschiedensten Süppchen kochen, um diese dann gemeinsam auszulöffeln.

Um den Geschmack zu seiner Vollkommenheit gelangen zu lassen, suchen wir freilich noch viele weitere Beigaben, Gewürze und Zubereitungsideen. Wenn Du Interesse hast, zu unseren Kennlerntreffen eingeladen zu werden, schreibe uns!

Im Folgenden stellen wir uns vor – dabei sind:

Anna

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Nennt mich Anna.

Ich mag Pottwale.

Der Hulk ist mein Krafttier.

Vögel sind gut.

 

 

 

Beate

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Wer ich bin?

Geboren wurde ich 1995 und wuchs behütet auf dem Dorf auf. Zum Kommunegedanken kam ich durch die Musik aus den 1960ern. Ich bin gelernte Gürtlerin mit Leib und Seele. Ich lese gern, höre Musik nach Laune, spiele Klavier und Gitarre, singe oder lerne neue Instrumente.

Seit dem Sommer 2014 bin ich Kommunardin. Mir gefällt das Lernen miteinander, das gemeinsame Leben von Vielen, die nicht zwangsläufig miteinander verwandt sind und doch wie eine Familie funktionieren.

 

Frank

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Irgendwann da wurd‘ mir klar,
so wie das Leben bisher war
macht das leider nicht viel Sinn,
ich werf den Blödsinn lieber hin.
Stattdessen soll was neues her
und das zu finden war nicht schwer.
Ganz viele furchtbar liebe Leute
so als buntgemischte Meute,
um sich zusamm‘ was aufzubau’n.
Das muss doch eigentlich hin hau’n.
Noch viel besser als vorgestellt
ist diese schöne neue Welt.
Was bess’res kann’s für mich nicht geb’n,
so möcht’ich auch viel lieber leb’n!

Katja

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Meine In´s und Out´s
der Luftschlosserei:

IN:

  • an einem Strang ziehen
  • der immer volle Kühlschrank
  • an Konflikten wachsen

OUT:

  • dass alles so lange dauert
  • nervenaufreibende Sozialprozesse
  • langweilige Selbstdarstellungen auf unserer Webseite.

Manuel

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Beruflich in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit tätig, gebe ich privat viel Energie und Zeit in den Aufbau von nachhaltigen Lebensentwürfen. Nach vielen Jahren Leben und Gestalten in einem Hausprojekt in Leipzig und dem Aufbau einer Genossenschaft im Bereich Solidarische Ökonomie ist es jetzt Zeit für Kommune, was für mich unter anderem bedeutet: selbstbestimmt und frei in Gemeinschaft leben, Sachen aushandeln, Verantwortung übernehmen, füreinander da sein, gestalten und sich selbst entfalten können.

Matthias

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Nichts sagt mehr über einen Menschen aus, als seine selbstformulierte Kurzbeschreibung. Ich probier es mal…

Ohne andere Menschen lebt es sich einsam. Und in der Gruppe lassen sich Probleme viel besser angehen. Mehr fällt mir nicht ein. Warum finden sich Menschen weltweit sonst in Kommunen zusammen?

Okay, ich glaube, ihr wollt gern etwas mehr über mich erfahren. Ich hab mal eine Ausbildung zum Bestatter gemacht. In der Schwarzen Szene von Leipzig hat das jedenfalls immer gereicht um ein eindrucksvolles Bild von mir zu vermitteln. Nach noch nicht einmal vier Jahren Berufserfahrung habe ich ins Callcenter gewechselt. Weniger Stress bei nahezu dem gleichen Einkommen. In diese Zeit fällt auch der Prozess des bei mir einsetzenden Umdenkens. Als „Querausteiger“ war ich mit sehr vielen Themengebieten konfrontiert, die an mir vorher immer nur vorbei gingen: Inflation, ‚Es-muss-nicht-jeden-Tag-Fleisch-sein‘, Wie Geld entsteht, Basisdemokratie, Grundeinkommen, Markt, Welthunger, Asylpolitik,…

Das Callcenter war nur als Übergang geplant. Ab Winter 2012 war ich Student der Politikwissenschaft und meine Suche nach einem Lebensprojekt begann. 2013 fand ich eine Einladung zum Kennenlerntreffen. Mitte 2013 kam ich in die Luftschlosserei. Hier bin ich.

Sven

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Mehr Traum als Geträume,

Mehr Purzel als Bäume,

Mehr Wir als Allein,

Mehr Unser als Mein,

Mehr Aller- als Einerlei,

In der Luftschlosserei!

 

 

Sebastian

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Nach studiertem Medientechniker-fürs-Fernsehen-Titel, habe ich meine Freude an der Arbeit mit Gruppen und Erfahrung in politischen Kampagnen und ehrenamtlicher Jugendarbeit in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und eine Ausbildung als Trainer für Konfliktbearbeitung gemacht. Wenn ich mich nicht gerade mit Streit und Zoff, Konsens oder Zivilcourage beschäftige, erledige ich viel Bürokram für die Luftschlosserei. Ansonsten koche ich gern, lese viel und unternehme was mit Anderen.

Vanessa

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„Freiheit ohne Sozialismus ist Privilegientum und Ungerechtigkeit.
Sozialismus ohne Freiheit ist Sklaverei und Brutalität.“
Michail Bakunin

Kommune bedeutet für mich, selbstorganisiert zu leben.

Weg von vorgegebenen Strukturen hin zu einer sozialeren, gerechteren, gemeinsamen Lebensausrichtung.

Dabei schreibe ich -neben links-politischem Idealismus- sozialem Lernen, der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, Empathie und Mut zur Selbstempathie eine wesentliche Rolle zu.

Ein Traum? Alles nur Spinnerei? Viel zu riskant? –
Was wird aus unseren Träumen, wenn wir nicht aufwachen? –

Anstelle von vornherein davon auszugehen, dass Luftschlösser verpuffen, ziehe ich es doch lieber vor, an ihnen mitzuwirken, um zu schauen, ob sich nicht doch gerade an der Stelle, wo der Traum Wirklichkeit werden soll, mit der Zeit ein wunderschön blühender und wachsender Gemeinschaftsgarten entwickeln kann.